Die Hausmütter

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Unsere Hausmütter sind die wichtigsten Bezugspersonen für die Kinder, die im Omaruru Children’s Haven leben. Durch sie erfahren einige Kinder zum ersten Mal in ihrem Leben Liebe und Geborgenheit, aber auch Strenge und warum Regeln im (Zusammen)leben wichtig sind und dass es Konsequenzen hat, wenn man diese Regeln verletzt.

Volontäre und Management sind vom Engagement unserer Hausmütter gleichermaßen angetan. Unsere Hausmütter leben im Omaruru Children’s Haven und sind deswegen eigentlich 24 Stunden am Tag im Dienst. Der Tag beginnt oft schon um Mitternacht, wenn die bettnässenden Kinder kurz geweckt und zur Toilette gebracht werden. Dann heißt es um fünf Uhr morgens endgültig aufstehen und das Frühstück zubereiten, Kinder wecken, waschen, verpflegen und zur Schule bringen. Wenn dann gegen acht Uhr morgens Ruhe in den Häusern eingekehrt ist, wird erst einmal das ganze Haus gefegt, die Wäsche gewaschen, geputzt und angefangen das Mittagessen zuzubereiten.

Die erste kurze Pause gibt es meistens erst gegen elf Uhr vormittags, nach sechs Stunden ununterbrochener Arbeit. Am Nachmittag wird es keineswegs leichter, nein, nach der Rückkehr der Kinder müssen ja zusätzlich zu den anderen noch ausstehenden Aufgaben auch noch Tränen getrocknet, Wunden verpflastert, Köpfe getätschelt sowie Ermahnungen und Aufgaben verteilt werden.

Wenn Sie sich jetzt noch überlegen, dass Lena, Gerda, Appolonia, Sieglinde und Otilie im Monat nur vier freie Tage haben und für umgerechnet 100 Euro im Monat arbeiten, dann wissen Sie, was diese engagierten Damen täglich leisten. Sam Nujoma und Nelson Mandela in allen Ehren, aber unsere Hausmütter sind die wahren Helden Afrikas!